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INUIT THROAT SINGERS
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Programmflyer
Artikel aus der Stuttgarter Zeitung

Einführungstext

Inuit throat singing is a form of musical expression that manages to fuse simplicity with complexity into songs that

have charmed and delighted listeners from all cultural backgrounds. As a composer with antennae for all things new and different in music, I have often wondered about the possibility of composing for Inuit throat singers. And yet, most of what I am trying to accomplish as a composer is already present in traditional Inuit throat singing: the sounds are totally unique as musical material, they are put together in highly sophisticated structures that mystify the listener, and the songs feature original, quasi- improvised forms that even manage to evade the need for music notation.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Zeitlupe ist ein Konzertformat, das sich die Vermittlung Neuer Musik zum Ziel setzt. Sie bietet die Möglichkeit, ein zentrales Werk zweimal zu hören und das ästhetische Umfeld kennen zu lernen. Die guten Erfahrungen nutzend, die wir in der Hannoverschen Gesellschaft für Neue Musik (HGNM) bereits in der in der Vergangenheit gesammelt hatten, möchten wir dieses Format in erweiterter Weise weiter führen.

Die HGNM, mit Gordon Williamson und Margit Kern als künstlerischen Leitern, konzipierte die Zeitlupe-Konzerte 2015 im Konzertformat. Die Reihe hat sich in kürzester Zeit mit einem umfangreichen Publikum etabliert

 

Durch die Zeitlupe waren bereits eine Reihe internationaler KomponistInnen und Ensembles in Hannover zu hören. 

Sie zeichnet sich durch eine große Vielfalt von KomponistInnen und InterpretInnen aus: so u.a. José Maria Sanchez-Verdú (ES), Gérard Pesson (FR), Younghi Pagh-Paan (KR), Katharina Rosenberger (CH), Bent Sørensen (DK), Harri Suliamo (FI), Klaus Huber (DE), Daniel Peter Biro (CA), SigmaProject (ES), Pascal Pons (FR), Asian Art Ensemble (DE), Mikko Luoma (FI), Musikfabrik (DE), Ensemble Mixtura (DE) und das Ensemble Cairn (FR) um nur einige zu nennen. Auch konnten bereits eine ganze Reihe von Kompositionsaufträgen vergeben werden, die im Rahmen der Zeitlupe ihre Uraufführung erfuhren.

Zeitlupe Struktur

Die Zeitlupe stellt ein jeweils musikalisches Werk in den Mittelpunkt des Konzertes. Der oder die von uns eingeladene KomponistIn wählt ein zum Jahresthema passendes Stück, ein Zweites wird von uns dazu gewählt. Wir möchten bereits mit der Struktur des Konzertteiles vielerlei Anknüpfungspunkte für das spätere Gespräch mit dem Publikum schaffen. Von der Form reicht dieser von der klassischen Konzertsituation bis zur freiheitlich gestalteten Konzertinstallation. Nun folgt der Vortrag eines Musikwissenschaftlers oder Künstlers, der, im Anschluss von einem Moderator geleitet, den Komponisten oder die Komponistin und das Publikum in das Gespräch hinein nimmt. Dabei ist uns wichtig, den Komponisten oder die Komponistin dem Publikum in seinem oder ihrem schöpferischen Denken und Arbeiten angemessen zu präsentieren. Die inneren Bezüge des ersten Teils schaffen hier zahlreiche Anknüpfungspunkte zum Kennenlernen von KomponistIn und Werk. Besonderes Augenmerk legen wir auf Vermittlung durch Resonanz, was für uns bedeutet, nach einem Vortrag mit dem Publikum,

 begleitet von einem Moderator, ins Gespräch zu kommen. Den dritten Teil der Zeitlupe bildet die Wiederholung des zentralen Werkes, das nach der intensiven Betrachtung noch einmal neue Hörperspektiven aufzeigt.

 

Ming Tsao Zeitlupe HGNM from HGNM on Vimeo.